18.01.2020

PRESSEMITTEILUNG_KUNST & LEBEN: Andy Goldsworthy


PRESSEMITTEILUNG_Kunst & Leben_18.01.2020

 

KUNST & LEBEN: Andy Goldsworthy – leaning into the wind

Ort: Medienraum, Kunstakademie Bad Reichenhall, Alte Saline 10, 83435 Bad Reichenhall

Datum: Mittwoch, den 15. Januar 2020

Zeit: 19.30 Uhr, Eintritt frei

 

 

 

Liebe Kolleg*innen, liebe Redakteur*innen,

 

wir freuen uns den Start ins Jahr mit dem herausragenden neuen Film des britischen Land Art Künstlers Andy Goldsworthy – Leaning into the wind zu beginnen.

Andy Goldsworthy  Goldsworthy ist bekannter geworden, sicherlich nachdenklicher und ganz bestimmt auch älter. Der Film folgt ihm bei der Durchdringung seiner vielschichtigen Welten und untersucht die Spuren, die die Zeit bei Künstler und Werk hinterlassen hat. Goldsworthy selbst wird mittlerweile Teil seiner Kunstwerke, die zugleich zerbrechlicher, persönlicher, ernster und rauer geworden sind und zum Teil den Einsatz von schweren Maschinen und großen Teams erfordern.

Immer noch aber ist Goldsworthy der entwaffnend offene und verschmitzte Erzähler, der so faszinierend von der Natur, der Liebe zu einem Bach in seiner Gegend, den leicht vermosten Bäumen an dessen Ufer und vom stetig fließende Wasser zu sprechen vermag, während Riedelsheimer das Universum seines Protagonisten in hinreißende Bilder und Töne fasst.

Dokumentarfilm, 93 Minuten; Autor: Thomas Riedelsheimer. Kamera: Thomas Riedelsheimer. Ton: Douglas Fairgrieve, Tobias Müller, Felix Riedelsheimer. Schnitt: Thomas Riedelsheimer. Musik: Fred Frith. 

Goldsworthys Arbeiten zeichnen sich durch ihre Vergänglichkeit aus. Er arbeitet ausschließlich mit Naturmaterialien, die er an Ort und Stelle vorfindet, wie beispielsweise Steine, Blütenblätter oder Holz – stets ohne künstliche „vom Menschen erschaffene“ Hilfsmittel. Zum Befestigen von Blättern und Ästen benutzt er nur Dornen und Stöckchen oder Grasfasern und dokumentiert seine teils gewagt fragilen Kunstwerke mit künstlerisch hochwertigen Fotografien; so streut er beispielsweise Blütenblätter in einen Fluss und bildet sie kurz vor dem endgültigen Zerrinnen mit seiner Hasselblad-Kamera ab.

Bei einer anderen Arbeit überlässt er aufwendig am Strand arrangierte Muschelspiralen der Flut und gibt sie somit dem Meer zurück. Es ist nicht seine Absicht, Spuren in der Natur zu hinterlassen, vielmehr gibt er die Artefakte der Natur wieder zurück. Er demonstriert ihre Schönheit, indem er ihre Formen und Farben für wenige Stunden zu harmonisch komponierten Objekten vereint, sie dann aber der natürlichen Zerstörung überlässt. Für Goldsworthy spielen auch eine verborgene Mystik des Ortes und seine spirituell beeinflusste Wahrnehmung eine große Rolle, er lässt sich von seiner Umgebung beeinflussen und will auch den Ort selbst als Kunstwerk erleben (lassen).

 

Wir würden uns über die Ankündigung zu dieser Veranstaltung mit Bild sehr freuen!

 

Für Rückfragen kontaktieren Sie bitte: Stefan Wimmer +49 8651-3713 oder wimmer@kunstakademie-reichenhall.de