Von Licht und Schatten - Experimentelles Malen


Kursnummer 066-20

Mo. 28.09.2020 - Sa. 03.10.2020 (6 Tage)


Von den ersten Bildern der Menschheit aus dem Jungpaläolithikum zum 3D-Mapping des 21. Jahrhunderts spielt Licht eine zentrale Rolle. Die Beobachtung von Licht- und Schattenprojektionen führte zu den ersten Darstellungen, wie sie in den Höhlen von Chauvet und Lascaux gefunden wurden. Sie entstanden dort, wo kein Tageslicht hinfiel. Im Schein von Feuer war ihr Material der Ruß des fossilen Brennmaterials. Von den lichtvermittelten Bildern der frühzeitlichen Höhlenzeichnungen bis zu den Lichtbildern der Computerbildschirme lässt sich heute erneut ein Bogen spannen, der nach Licht als Transmitter zwischen Blick, Bild und Bewusstsein fragt wie es Platon schon in seinem Höhlengleichnis angelegt hat. Künstlerinnen und Künstler verwenden Licht als Grundlage für ihre Malerei. Sie untersuchen das Zusammenspiel von Licht und Dunkel, Raum und Zeit, Form und Farbe, Material und Medien, Optik und Wahrnehmung neu. Aber nicht nur das Schwarz des Schattens, sondern auch das Lichtspiel wie es in Verbindung mit Farbe in der Malerei zum Ausdruck kommt, ist von zeitgenössischem Interesse. Licht und Schatten werden zu Symbolisierung von mythischen und sakralen Inhalten eingesetzt, reflektieren innere Seelenlandschaften oder verweisen schlicht auf Tages- und Jahreszeiten. Die hohe Differenzierung in den Kontrasten, die Farbleuchtkraft und die Veränderlichkeit der Farbe geben große malerische Ausdruckskraft.
Eigene Arbeitskonzepte und Arbeitsweisen sind ausdrücklich willkommen. In täglichen Arbeitsbesprechungen und Diavorträgen werden die individuellen Arbeitsfortschritte reflektiert und vertieft.

Maximale Teilnehmerzahl:  14

Kursgebühr:  420,00 €