Natur und Struktur


Kursnummer 064-20

Fr. 10.01.2020 - Sa. 18.01.2020 (9 Tage)


Experimentelles Malen

Unsere Natur gerät durch die Bedrängnisse des Klimawandels immer stärker in unser Blickfeld. Zumindest in unserem bisherigen Verständnis dachten wir, wir könnten die Natur beherrschen, jetzt jedoch werden zunehmend Kräfte wirksam, die bedrohlich sind. Einerseits pflegen wir gerne unsere romantische Beziehung zur Natur - die Schönheit der Berge, Wälder oder Wiesen faszinieren uns. Andererseits begreifen wir Natur als unseren Lebensraum, der gesellschaftspolitisch relevante Fragen aufwirft. In diesem Spannungsfeld begreifen wir die Krise, die unseren Blick auf die Natur in eine neue Perspektive lenkt. Mit diesem veränderten Bewusstsein, aber auch dem veränderten Blick wenden wir uns dem großen Thema "Natur" zu.
Zu Beginn des Arbeitsprozesses stellen sich ethische und ästhetische Fragen, die in ein Konzept fließen. Persönliche Erfahrungen und das forscherische Interesse lenken Entscheidungen, die grundsätzlichen Ansätze in Malerei und Zeichnung treffen auf Neues und Experimentelles. Das Entdecken von Strukturen auf verschiedenen Ebenen sowie die Einbindung von vitalen Formen aus der Natur schaffen neue gestalterische Möglichkeiten. Der eigene Arbeitsfortschritt wird durch Bildbesprechungen reflektiert, der verbale Ausdruck über das Bildgeschehen vertieft somit die eigene Entwicklung im künstlerischen Ausdruck. Die individuellen Konzepte und Arbeitsvorhaben sind ausdrücklich willkommen.
In den theoretischen Reflexionen ist es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern möglich, auf Beispiele der Kunstgeschichte zu blicken. Diese grundsätzlichen Fragen in der Malerei werden anhand von Bildern großer Meister oder auch des zeitgenössischen Kunstschaffens besprochen.

Dieses Seminar wird explizit der "Gruppe Breitengrad" angeboten.

Maximale Teilnehmerzahl:  12

Kursgebühr:  660,00 €