Mischtechnik


Kursnummer 035-19

Mo. 18.11.2019 - Sa. 23.11.2019 (6 Tage)


Gedanken zu meinen Kursen – In Zeiten digitalisierter Hochglanzbilder und oft vorgetäuschter Wirklichkeiten wird das unmittelbare Erleben und der nahe Kontakt zur Natur für das schöpferische Arbeiten unverzichtbar. Zu oft wird Natur verzweckt und vernutzt und auch zerstört aus mangelnder Liebe und Respekt. Die ersten, die darauf reagierten waren die Künstler der 20. Jahrhunderts – wie zum Beispiel Kurt Schwitters, Robert Rauschenberg, Antoni Tapies und die ›Arte Povera‹, nicht zuletzt Joseph Beuys. Für sie gab es genug Gründe, ausgesondertes und verfallendes Material für ihre Aussagen zu verarbeiten. Es ging ihnen um den Eigenwert und die charakteristischen Merkmale der verschiedensten Materialien, die wichtige Informationsträger waren.
Der vom Material ausgehende Gestaltungsprozeß verläuft völlig anders als der herkömmliche Weg, auf dem die gängigen Themen bestimmend waren und die Eigenwerte der Materialien hatten mehr eine dienende Funktion, oft können wir auch von Verzweckung reden. Die Fundstücke, die ihrem eigentlichen Zweck entronnen sind, die sich durch Verwitterung und Erosion in einen poetischen Zustand zurück verwandelt haben, haben einen besonderen Symbolwert. Wir müssen es wieder schaffen, im echten Dialog eine Begegnung mit der Natur zu erleben, so dass eine Partnerschaft entsteht, die lebenserhaltend ist. In den 3 Kursen versuchen wir, diese Thematik in vielen Beispielen zu verarbeiten und durch Gespräche zu vertiefen. Wir lassen zu, dass die Eigenarten der Dinge sich auf einem anderen Weg finden, als unser Ich es will. Uns bleibt noch genug zu tun, uns in diesen Prozess produktiv einzubringen. Bringt Beispiele aus Eurem bisherigen Schaffen mit und Euer vertrautes Material. Eine Materialliste wird noch zugeschickt.

Ein Querschnitt verschiedener Techniken und Ausdrucksmittel – Die Malerei ist wie die Musik heute ein Kind der Freiheit. Wir können mit Farben, Formen und viel Materialien so frei gestalten, wie wir Lust haben. Unser Körper ist unser erstes Instrument, die aus dem Unbewussten zugeführten Impulse drücken sich unmittelbar aus und geben der Gestaltung Rhythmus und Bewegung. So wächst ein Bild im schöpferischen Prozess, von der Ursprungsform zur Endform, denn das Planen und Fixieren der Endform steht im Widerspruch zum schöpferischen Prozess. Ein echtes Erlebnis im Leben ist ja auch nicht planbar. Das Kennenlernen der farb- und formeigenen Kräfte, Kenntnisse von Maltechnik und Komposition sind unerlässlich. Die Mischtechnik nutzt auch die verschiedenen Techniken wie Frottage, Monotypie, Grattage, Collage und Schüttvorgänge. Man benutzt Sand, Spachtelmasse, Ponal usw. Im Kurs tauschen wir auch Erfahrungen aus, die jeder mitbringt und wir lernen voneinander. Die Mischtechnik ist sehr geeignet für unsere Zeit, wir üben Toleranz im Umgang mit der Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Mittel, die viele interessante Varianten entstehen lassen. Wir lassen zu, dass die Eigenarten der Dinge sich auf einem anderen Weg finden, als unser Ich es will. Uns bleibt noch genug zu tun, uns in diesen Prozess produktiv einzubringen. Bringt Beispiele aus Eurem bisherigen Schaffen mit und Euer vertrautes Material.

Maximale Teilnehmerzahl:  14

Kursgebühr:  460,00 €