Nichts steht fest, alles kann sein


Kursnummer 029-20

Mo. 14.09.2020 - Sa. 19.09.2020 (6 Tage)


Das alte Ich, mit seiner Angst und Enge, belastet mit Vorstellungen und Fiktionen, kann überwunden werden durch einen Arbeitsprozess in zwei Stufen. Er bedeutet einen spielerischen Beginn. Wir gestalten großzügig, aber spannend eingeteilte Bildräume in klar unterschiedenen Farben (nicht bunt!). Das ist unser Bildraum, in dem das Bildgeschehen sich abspielt. In einem anderen Arbeitsgang entstehen ganz verschiedene Bildteile, kleine, große, ganz kleine in kontrastreichen Techniken. Hier ist unsere Experimentierfreude gefragt. Da wir das Ziel nicht kennen, sind wir frei für ganz überraschende Form- und Farbwelten. Auch Fundstücke aus dem Alltagsbereich bereichern unseren Fundus. Alles ist erlaubt. Sind beide Bereiche vorhanden, beginnt das Spiel auf der Bildfläche. Der Raum sagt uns dann, welche Teile im Bild Funktion und Ausdruck haben. Ungewöhnliche Kombinationen entstehen spielerisch, die nicht planbar sind. Das Bild spricht zu uns und wir mit dem Bild und wir bleiben im ständigen Dialog, bis ein spannender Bildorganismus entsteht, der den Raum nicht verdrängt. Wir kleben, malen, verwerfen, entscheiden neu. Durch die Beweglichkeit der Fragmente bleibt der Vorgang der Gestaltung lebendig. In der Kursgemeinschaft kommt es oft zum regen Austausch der Fragmente, da ein bestimmtes Teil im Bild eines Anderen einen idealen Platz findet. Das Ich erweitert sich zum Wir, viele Augen sehen mehr und wir erleben, wie Qualitäten entstehen, die unsere subjektiven Grenzen erweitern.
Materialien aller Art können mitgebracht werden, eine Materialliste wird zugesandt. Bringt bitte Beispiele eurer Arbeiten mit.

Maximale Teilnehmerzahl:  14

Kursgebühr:  480,00 €